Willis Frühjahrserwachen: Was das Tauwetter für uns Würmer wirklich bedeutet

Willis Frühjahrserwachen: Was das Tauwetter für uns Würmer wirklich bedeutet

Eckard Wulfmeyer

Willi-Wurm erzählt:

Puh, die letzten Wochen waren eine einzige Party hier unten! Na ja, nicht ganz Party, eher ein tiefes, langes Schnarchen. Wisst ihr, wenn die Erde oben zu frieren beginnt und der Frost immer tiefer kriecht, dann ziehe ich mich zurück. Tief, tief in den Boden. Manchmal bis zu zwei Meter, wo die Kälte mich nicht mehr erreicht. Da rolle ich mich dann zu einem kleinen Ball zusammen, schalte den Stoffwechsel runter und warte. Winterstarre nennt ihr das. Ein bisschen wie ein Winterschlaf, nur ohne den ganzen Traumkram.

Aber jetzt! Jetzt kribbelt es in meinen Borsten! Die ersten Sonnenstrahlen wärmen die Oberfläche, der Schnee schmilzt, und ich spüre, wie das Tauwasser durch meine Gänge sickert. Ein frischer Duft von feuchter Erde steigt auf – das ist mein Wecker! Das ist der Frühling!

Das große Erwachen: Die Frühlingsgefühle eines Wurms

Wenn der Frühling kommt, wache ich langsam auf. Zuerst spüre ich die Wärme und das Wasser. Mein Körper streckt sich, die Muskeln werden wieder geschmeidig. Ich bin hungrig! Nach den langen Monaten ohne Futter ist mein Magen wie ein leerer Komposthaufen. Und genau deshalb arbeite ich mich wieder nach oben.

Der Aufstieg: Ich folge der Wärme und der Feuchtigkeit. Dort, wo das organische Material von den letzten Blättern und abgestorbenen Pflanzen liegt, da ist mein Festmahl.

Die Arbeit: Jetzt geht’s los! Ich fresse und grabe, was das Zeug hält. Meine Gänge belüften den Boden, lockern ihn auf und ziehen das frische Regenwasser nach unten. Gleichzeitig ziehe ich Blätter und andere Reste in meine Gänge und fresse sie. Das ist wie die große Frühjahrsputz-Aktion für den Garten, nur dass ich dabei auch noch esse.

Was uns Würmern hilft (und was du tun kannst): Ihr Menschen könnt uns Würmern im Frühling unheimlich helfen!

  1. Deckung, Deckung, Deckung! (Mulchen): Das Wichtigste ist, den Boden nicht nackt zu lassen. Eine dicke Schicht Mulch (Blätter, Stroh, Rasenschnitt) schützt uns nicht nur vor hungrigen Vögeln, sondern hält den Boden feucht und warm. Das ist wie unser persönlicher Regenschirm und unsere Vorratskammer in einem.
  2. Bio-Futter für alle! (Kompost/Humus): Wenn ihr uns jetzt frisches, organisches Material gebt, dann ist das für uns wie ein Gourmet-Frühstück. Wir können sofort anfangen zu arbeiten und wertvollen Humus produzieren.
  3. Hände weg von der Schaufel! (Umpflügen vermeiden): Wenn ihr den Boden tief umgrabt, dann zerstört ihr unsere Gänge und unsere ganzen Baupläne für den Frühling. Wir müssen dann alles neu bauen, das kostet unheimlich viel Energie. Ein Spaten ist für uns wie ein Erdbeben!
  4. Wasser marsch! (Regelmäßig gießen): Wenn es nach einem trockenen Winter heiß wird, ohne dass es regnet, dann trocknet der Boden schnell aus. Wir benötigen Feuchtigkeit, um uns bewegen zu können und um zu atmen.

Was uns Würmern schadet: Die dunkle Seite des Frühlings Leider birgt der Frühling auch Gefahren für uns:

  1. Dauerregen und Überflutung: Manchmal ist der Frühling einfach zu nass. Wenn es tagelang regnet und der Boden keinen Sauerstoff mehr hat, weil alles voller Wasser steht, dann müssen wir an die Oberfläche. Und dort sind wir für Vögel und andere Fressfeinde leichte Beute.
  2. Chemische Duschgels (Pestizide): Ich muss es immer wieder sagen: Diese chemischen Mittel, die ihr gegen Schädlinge und "Unkraut" einsetzt, sind für uns Würmer tödlich. Sie zerstören unser Zuhause und unsere Nahrungsgrundlage. Ein gesunder Wurm-Boden benötigt keine Chemie!
  3. Trockenheit nach dem Tauwetter: Wenn das Tauwetter schnell vorbei ist und keine weiteren Regenfälle folgen, kann die oberste Bodenschicht blitzschnell austrocknen. Wir können dann nicht mehr nach oben kriechen und kommen nicht an das frische Futter.

Willi denkt weiter: Der Frühling ist für uns Würmer wie ein Neustart. Eine Zeit voller Hoffnung, harter Arbeit und auch ein paar Herausforderungen. Aber wir sind zäh. Wir passen uns an. Wir helfen dem Garten, wieder zu erblühen. Und je besser ihr uns helft, desto besser wird euer Garten sein. Denn ein gesunder Wurm-Boden ist ein glücklicher Garten und ein glücklicher Gärtner.

Willi sagt: „Ich spüre es in meinen Borsten: Der Frühling ist die Zeit, um dem Boden die beste Starthilfe zu geben. Wenn du uns Würmern ein gesundes Zuhause und die besten Zutaten lieferst, dann verwandeln wir deinen Garten in ein wahres Wunder. In meiner Wurmstube hat Eckard alles, was wir für ein starkes Frühlingserwachen benötigen. Von feinstem Wurmhumus bis zum schützenden Mulch und Futter für uns Regenwürmer, damit wir Würmer uns wohlfühlen und dein Garten aufblühen kann. Komm doch mal vorbei!“

Bereite deinen Garten auf den Frühling vor: www.wurmstube.de

 

 

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